Skip to content
    HAQQ
    • Preise
    Kostenlos starten
    Kostenlos startenDemo buchen
    Einloggen
    1. Startseite
    2. Blog
    3. Dürfen Anwälte KI nutzen? Ein Länder-Tracker (2026)
    Zurück zum BlogKI & Rechtstechnologie

    Dürfen Anwälte KI nutzen? Ein Länder-Tracker (2026)

    Ja - in den meisten großen Märkten, mit Pflichten verbunden. Wir haben 17 Jurisdiktionen geprüft: 10 erlauben mit Leitlinien, 1 beschränkt (Katar), 6 schweigen ganz.

    May 22, 2026
    8 Min. Lesezeit
    |
    HAQQ Team
    Dürfen Anwälte KI nutzen? Ein Länder-Tracker (2026)

    Kurzfassung — Ja, in den meisten großen Märkten dürfen Anwälte KI nutzen, allerdings mit den daran geknüpften Pflichten zu Kompetenz, Vertraulichkeit und Verifizierung. Über die 17 Jurisdiktionen in diesem Tracker hinweg: 10 erlauben dies mit formeller Leitlinie, 1 verlangt gerichtlich durchsetzbare Verifizierungspflichten (Katar), 6 haben das Thema noch nicht formell geregelt. Der Großteil der MENA-Region gehört zur schweigenden Gruppe – und frühe, verantwortungsvolle Anwender werden die Norm setzen.

    Die kurze Antwort

    Darf ein Anwalt KI nutzen? In fast jedem großen Rechtsmarkt: ja – vorausgesetzt, das Ergebnis wird als Entwurf behandelt, nicht als Orakel. Das wiederkehrende Thema bei jeder Regulierungsbehörde, die sich dazu geäußert hat, ist dasselbe: KI mindert nicht die bestehenden Pflichten eines Anwalts. Sie schulden dem Mandanten weiterhin Kompetenz, Vertraulichkeit und eine Pflicht zur Verifizierung. Das Werkzeug ändert sich; die Verantwortung nicht.

    Wichtige Fakten

    • Über 17 erfasste Jurisdiktionen: 10 erlauben die Anwalts-KI-Nutzung mit formeller Leitlinie, 1 verlangt gerichtlich durchsetzbare Verifizierungspflichten (Katar), 6 haben das Thema nicht geregelt.
    • Katars QICDRC Practice Direction No. 1 of 2026 verlangt, dass jedes Zitat gegen Primärquellen geprüft wird – sie verpflichtet Anwälte aber nicht, die KI-Nutzung offenzulegen, sofern das Gericht nicht danach fragt.

    Die American Bar Association hat mit dem Formal Opinion 512 im Jahr 2024 die Vorlage geschaffen: die Grenzen des Werkzeugs verstehen, die Vertraulichkeit gegenüber dem Mandanten schützen, das Ergebnis verifizieren und angemessen abrechnen. Die meisten anderen Regulierungsbehörden, die danach folgten, greifen dies auf. Die interessante Geschichte ist nicht der Konsens – es ist die Landkarte der Orte, an denen Regulierungsbehörden gar nichts gesagt haben.

    Der Tracker: 17 Jurisdiktionen

    Wir haben Live-Recherchen in 17 Jurisdiktionen durchgeführt und jede als erlaubt mit Leitlinie, eingeschränkt oder noch nicht formell geregelt eingestuft. Jede Klassifizierung lässt sich auf ein Regulierungsinstrument oder dessen dokumentiertes Fehlen zurückführen.

    JurisdiktionStatusInstrument
    USAErlaubtABA Formal Opinion 512 (2024) + Stellungnahmen der Landesanwaltskammern
    Vereinigtes KönigreichErlaubtLeitlinien der Law Society + des Bar Council (2025–26)
    Europäische UnionErlaubtKeine Kammerregel; AI-Act-Hochrisikoeinstufung betrifft Gerichtsnutzung, nicht Kanzleitools (2. Dez. 2027)
    FrankreichErlaubtCNB-Deontologie-Leitfaden (März 2026)
    DeutschlandErlaubtBRAK-Leitfaden zu KI in Kanzleien (Dez. 2024)
    KanadaErlaubtLaw Societies von AB / ON / BC (2024–26)
    AustralienErlaubtAnwaltskammern + Regeln des South Australian & Federal Court (2026)
    BrasilienErlaubtOAB Rec. 001/2024 + CNJ Res. 615/2025
    SingapurErlaubtMinLaw-GenAI-Leitfaden für den Rechtssektor (März 2026)
    IndienUngeregeltKeine BCI-Regel; Mitteilung des Supreme Court (Feb. 2026)
    KatarEingeschränktQICDRC Practice Direction 1/2026 – Zitatverifizierung
    Vereinigte Arabische EmirateErlaubtDIFC Courts PGN 2/2023; ADGM-Kostensanktion (2025)
    Saudi-ArabienUngeregeltNur SDAIA-Leitlinien; keine Kammerregel
    ÄgyptenUngeregeltSchulungsveranstaltung der Anwaltskammer (Dez. 2025); keine Regel
    LibanonUngeregeltKI-Ausschuss der Beiruter Anwaltskammer + MoU 2026; keine Regel
    JordanienUngeregeltNur Tech- und Datenschutzgesetze; keine Kammerregel
    MarokkoUngeregeltKeine Leitlinie von Kammer oder Gerichten gefunden

    Die Bilanz: 10 erlauben mit Leitlinie, 1 schränkt ein, 6 haben das Thema nicht geregelt. Schweigen ist weder Erlaubnis noch Verbot – es ist Unsicherheit, die der Berufsstand ohne Landkarte durchqueren muss.

    Das MENA-Bild

    Ist es ethisch vertretbar, wenn Anwälte ChatGPT nutzen? Die Kompetenzpflicht

    Die Frage, die Anwälte tatsächlich in eine Suchleiste tippen, ist enger als „dürfen Anwälte KI nutzen". Sie lautet: „ist es für Anwälte rechtlich zulässig, ChatGPT zu nutzen", und die ehrliche Antwort ist: ja, aber die Kammer hat die Torpfosten verschoben. In den USA ist die Nutzung eines allgemeinen Chatbots nicht verboten. Verboten ist, ihn schlecht zu nutzen. Die American Bar Association hat keine neue Regel für KI geschrieben; sie hat die bestehenden Model Rules of Professional Conduct darauf angewendet. Das ABA Formal Opinion 512, erlassen am 29. Juli 2024, führt die Analyse durch Rule 1.1 (Kompetenz), Rule 1.6 (Vertraulichkeit), Rule 5.3 (Aufsicht über nicht-anwaltliche Unterstützung), Rule 3.3 (Wahrhaftigkeit gegenüber dem Gericht) und die Regeln zur angemessenen Vergütung.

    Kompetenz ist der Punkt, den die meisten Anwälte unterschätzen. Opinion 512 verlangt, dass ein Anwalt „Nutzen und Risiken" eines Werkzeugs versteht, bevor er es einsetzt, und fügt einen Satz hinzu, den viele überlesen: Das ist kein einmalig abzuhakender Punkt. In den Worten der ABA: „technologische Kompetenz setzt voraus, dass Anwälte bezüglich Nutzen und Risiken der Werkzeuge wachsam bleiben", weil sich die Werkzeuge unter ihnen verändern. Ein Anwalt, der nicht in einfachen Worten erklären kann, dass ein Consumer-Chatbot plausiblen Text generiert statt verifiziertes Recht abzurufen, ist noch nicht kompetent genug, ihn in einem Mandat einzusetzen. Das ist nicht unsere Meinung. Das ist der Rahmen, den die Regulierungsbehörde selbst gewählt hat.

    Bis März 2026 hatten mehr als 35 US-Landesanwaltskammern eigene KI-Leitlinien erlassen, und sie greifen dasselbe Grundmuster auf: das Werkzeug verstehen, den Mandanten schützen, das Ergebnis verifizieren, ehrlich abrechnen. Das Muster ist identisch mit dem, zu dem jede Regulierungsbehörde in unserem obigen Tracker gelangt ist. Das Werkzeug ist erlaubt. Die Pflicht ist nicht delegierbar. Man kann das Tippen an ein Modell abgeben; die Verantwortung nicht.

    Das Vertraulichkeitsrisiko: Consumer-ChatGPT vs. ein juristisches Werkzeug

    Hier wird aus „darf ich ChatGPT nutzen" leise ein „sollte ich". Die am schwersten von einem Chatbot zu erfüllende Pflicht ist die Vertraulichkeitspflicht nach Rule 1.6. Opinion 512 ist hier unmissverständlich: Weil viele selbstlernende KI-Werkzeuge „so gestaltet sind, dass ihre Ausgabe direkt oder indirekt zur Offenlegung von Informationen über die Mandatsvertretung führen kann", muss ein Anwalt die informierte Einwilligung des Mandanten einholen, bevor er solche Informationen in ein solches Werkzeug eingibt. Nicht eine im Mandatsvertrag versteckte Klausel. Die ABA weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Standard-Einwilligungsklausel „möglicherweise nicht ausreicht".

    Der Grund ist architektonischer, nicht rechtlicher Natur. Bei Consumer-ChatGPT (Free und Plus) ist standardmäßig vorgesehen, dass OpenAI Ihre Eingaben speichern und für das Training seiner Modelle verwenden darf, sofern man dies nicht deaktiviert, und Unterhaltungen werden typischerweise unabhängig vom Trainings-Schalter für einen gewissen Zeitraum aufbewahrt. Dasselbe gilt für Consumer-Versionen von Claude und Gemini. Ein Opt-out vom Training löscht nicht das Recht des Anbieters, Daten zu speichern oder im Rahmen eines rechtlichen Verfahrens offenzulegen. Sobald Mandantendaten auf dieser Infrastruktur landen, hat man argumentativ eine privilegierte Kommunikation mit einem Dritten geteilt, der dem Mandanten keinerlei Pflichten schuldet.

    Dieses Risiko ist nicht theoretisch. In einem Urteil des Southern District of New York aus dem Jahr 2026 entschied ein Bundesgericht, dass Dokumente, die eine Prozesspartei mit einem Consumer-KI-Werkzeug erstellt und später mit ihrem Anwalt geteilt hatte, weder privilegiert noch als Arbeitsprodukt geschützt waren – ein KI-Werkzeug ist kein Anwalt, besitzt keine Zulassung und schuldet keine Vertraulichkeitspflicht. Wir behandeln diese Entscheidung ausführlich in unserem Beitrag darüber, warum KI-Gespräche nicht privilegiert sind.

    Ein juristisches Werkzeug schließt diese Lücke vertraglich und konstruktiv. Enterprise- und kommerzielle Tarife (ChatGPT Enterprise, kommerzielle Claude-Pläne) schließen Ihre Eingaben standardmäßig vom Training aus und verankern Vertraulichkeit vertraglich. Speziell für den Rechtsbereich entwickelte Plattformen gehen weiter: Zero-Data-Retention-Vereinbarungen mit den Modellanbietern, Einsatz innerhalb statt außerhalb des Anwaltsgeheimnisses und ein Audit-Trail dessen, was die KI getan hat und was ein Mensch freigegeben hat. Der entscheidende Unterschied ist nicht „KI vs. keine KI". Es ist „ein Werkzeug, für das Sie eine Vertraulichkeitsgarantie geben können, vs. ein kostenloses Consumer-Produkt, bei dem – wenn das Werkzeug kostenlos ist – die Daten Ihres Mandanten das Produkt sind".

    Die klare Linie: Ein kostenloser Consumer-Chatbot kann Ihre Kompetenzpflicht mit Sorgfalt erfüllen, tut sich aber schwer, Ihre Vertraulichkeitspflicht überhaupt zu erfüllen – seine Standardbedingungen richten die Daten Ihres Mandanten auf einen Dritten aus, der ihm nichts schuldet. Ein juristisches Werkzeug ist jenes, das Ihnen erlaubt, zu beiden Pflichten Ja zu sagen.

    Wir haben getestet, wie sich das in der Praxis auswirkt: dieselbe NDA-Prüfung auf ChatGPT und einer speziell für den Rechtsbereich entwickelten KI durchgeführt, und wo generische KI hinter juristisch spezialisierten Werkzeugen zurückbleibt.

    Der Golf ist weiter, als es die Schlagzeilen vermuten lassen – und nicht in der Reihenfolge, die die meisten Zusammenfassungen behaupten. Katars QICDRC Practice Direction No. 1 of 2026, erlassen am 6. Januar 2026, ist das meistzitierte Instrument der Region – doch die Dubai International Financial Centre Courts waren zwei Jahre früher dran, mit einer Leitlinie, die seit Dezember 2023 in Kraft ist. Bei der Offenlegung verhalten sich die beiden entgegen der Erwartung: Die DIFC verlangt von den Parteien, die KI-Nutzung zum frühestmöglichen Zeitpunkt offenzulegen, während Katars Paragraf 24 besagt, dass eine vorsorgliche Offenlegung nicht erforderlich ist, sofern das Gericht nicht ausdrücklich danach fragt. Was Katar hingegen ohne Einschränkung vorschreibt, ist die Verifizierung – jedes Zitat wird gegen Primärquellen oder eine anerkannte juristische Datenbank geprüft. Sie entstand aus einem konkreten Fall, nicht aus einem Thinktank.

    Andernorts ist das Bild uneinheitlich. Abu Dhabis ADGM hat keine eigene KI-Practice-Direction, doch im Dezember 2025 verurteilte dessen Court of First Instance eine Kanzlei zur Zahlung von AED 282.508 an Kostenerstattung, weil sie ungeprüfte, KI-generierte Fundstellen eingereicht hatte – eine Durchsetzung nach bestehenden Standesregeln, kein neues Regelwerk. Saudi-Arabien verfügt über SDAIA-Leitlinien, die allgemein auf KI-Governance zielen; wir haben die Rules of Professional Conduct for Lawyers und deren Änderung von 2024 geprüft und in keiner von beiden eine KI-Bestimmung gefunden. Die Beiruter Anwaltskammer hat einen KI-Ausschuss und ein Memorandum of Understanding von 2026 mit der libanesischen Regierung. Die ägyptische Anwaltskammer hat Ende 2025 eine Schulungsveranstaltung „Generative AI for Lawyers" durchgeführt. Für Marokko und Jordanien haben wir Bewusstsein, aber nichts speziell an Anwälte Gerichtetes gefunden.

    Für eine Region, für die HAQQ gebaut wurde, ist das die ganze Chance: In Märkten, in denen die Norm noch nicht kodifiziert ist, werden die Kanzleien, die KI jetzt verantwortungsvoll einführen, den Maßstab setzen, an dem andere gemessen werden.

    HAQQ AI kostenlos testen

    Erleben Sie KI-gestützte juristische Recherche und Entwurf

    Was das bedeutet

    „Ist es erlaubt?" ist die falsche Frage, bei der man stehen bleiben sollte. Jede Regulierungsbehörde, die sich geäußert hat, sagt in unterschiedlichen Worten dasselbe: Sie dürfen KI nutzen und bleiben für das Ergebnis voll verantwortlich. Die eigentliche Frage ist also, ob Ihre Werkzeuge diese Verantwortung leicht erfüllbar machen – Zitate, die Sie prüfen können, Vertraulichkeit, die Sie garantieren können, ein Protokoll dessen, was die KI getan hat und was ein Mensch freigegeben hat.

    Das ist die Wette, die wir mit HAQQ eingegangen sind: für die Pflicht bauen, nicht um sie herum. Die Golf-Regulierungsbehörden haben bereits begonnen, diese Regeln zu schreiben, und jedes bisher existierende Instrument weist in dieselbe Richtung – das Ergebnis verifizieren und die Verantwortung behalten. Werkzeuge, die auf Verifizierung ausgelegt sind, sind schon konstruktionsbedingt mit ihnen im Einklang. Der Rest wird improvisieren müssen.

    Die wichtigsten Erkenntnisse

    • Über die hier erfassten 17 Jurisdiktionen: 10 erlauben mit Leitlinie, 1 schränkt ein, 6 ungeregelt.
    • Jede Regulierungsbehörde ist sich einig, dass KI die Pflichten eines Anwalts nicht mindert.
    • Die DIFC Courts waren zuerst (2023); Katar verfasste die erste eigene KI-Practice-Direction der Region (2026).
    • Frühe, verantwortungsvolle Einführung setzt den regionalen Maßstab.

    Quellen & weiterführende Literatur

    • 1.458 Gerichtsfälle mit KI-fabrizierten Zitaten
    • die Sanktionsbilanz: 496 Anwälte, 55.000 $ an Bußgeldern
    • unser fachjargonfreier LLM-Leitfaden für Anwälte
    • ABA Formal Opinion 512 – Generative KI und Ethikregeln
    • EU AI Act – Regulierungsrahmen
    • Katars QICDRC Practice Direction zu KI in Gerichtsverfahren
    • BRAK (Deutschland) – KI-Leitfaden für Kanzleien
    H

    HAQQ Team

    Research

    Verwandte Ressourcen

    Qatar's AI Practice Direction: What QICDRC No. 1 of 2026 Actually RequiresWhy ChatGPT Fails Lawyers: Notes From 3 US AttorneysWhy Legal Tech Fails: 6 Pitfalls and What Actually WorksThe Justinian engineCan AI Give Legal Advice?

    Verwandte Artikel

    KI-Ethik im Recht: ABA-Stellungnahme 512, EU AI Act und was Anwälte tun müssen

    KI-Ethik im Recht: ABA-Stellungnahme 512, EU AI Act und was Anwälte tun müssen

    ChatGPT für Anwälte 2026: Was es gut kann und wo juristische KI gewinnt

    ChatGPT für Anwälte 2026: Was es gut kann und wo juristische KI gewinnt

    Katars KI-Praxisanweisung: Was QICDRC Nr. 1 von 2026 wirklich verlangt

    Katars KI-Praxisanweisung: Was QICDRC Nr. 1 von 2026 wirklich verlangt

    Häufig gestellte Fragen

    Can lawyers use AI like ChatGPT for legal work?

    In most major jurisdictions, yes — under existing duties of competence, confidentiality, and verification. Several regulators, such as the ABA's Formal Opinion 512, have issued explicit guidance.

    Do lawyers have to disclose AI use to the court?

    It depends on the jurisdiction, and the common assumption is often backwards. Qatar's QICDRC practice direction expressly does not require pre-emptive declaration of AI use unless the court asks for it, though disclosure is unconditional for AI-generated or enhanced audio and visual evidence. The DIFC Courts go further and ask parties to declare AI use at the earliest opportunity. Most courts ask for verification rather than blanket disclosure, and most jurisdictions still have no rule at all.

    Is it legal for lawyers in the UAE or Saudi Arabia to use AI?

    Yes. No bar-association rule in either country prohibits it as of September 2026. But the UAE is not a blank slate: the DIFC Courts have had guidance on large language models and generative AI in proceedings since December 2023, and in December 2025 the ADGM Court of First Instance ordered a firm to pay AED 282,508 in indemnity costs for filing unverified AI-generated authorities. Saudi Arabia's Rules of Professional Conduct for Lawyers contain no AI provision, so general professional duties apply.

    Is it ethical for lawyers to use ChatGPT?

    Yes, where you satisfy the existing rules of professional conduct. ABA Formal Opinion 512 (July 2024) runs AI use through the duties of competence (Rule 1.1), confidentiality (Rule 1.6), supervision (Rule 5.3), and candor to the court (Rule 3.3). It is ethical to use ChatGPT as a drafting aid if you understand its limits, protect client confidences, verify every output, and bill reasonably. It becomes unethical the moment you skip any of those — most commonly by failing to verify a citation or by inputting confidential client data into a consumer tool.

    Is it legal for lawyers to use ChatGPT?

    In most major jurisdictions, yes. No US bar association prohibits AI use; instead, by March 2026 more than 35 state bars had issued guidance applying the existing Model Rules to it. Qatar's QICDRC practice direction is the notable exception in our tracker, requiring every citation to be checked against primary sources. The EU AI Act is often cited here but its high-risk rules for the justice sector target AI used by or on behalf of a judicial authority, not a law firm's own research tool, and they do not apply until 2 December 2027. 'Legal' is the easy part — the duty to verify the output and protect client data travels with you regardless of jurisdiction.

    Does ABA Formal Opinion 512 require client consent to use AI?

    For confidential information, effectively yes. Opinion 512 states that because many self-learning AI tools are designed so their output could lead to disclosure of client information, a lawyer must obtain the client's informed consent before inputting that information into such a tool. It also warns that boilerplate consent in an engagement letter may not suffice. There is no blanket duty to disclose AI use for non-confidential drafting, but court standing orders may impose one.

    Can I put client information into ChatGPT without breaching confidentiality?

    Not on the consumer tier without real risk. Free and Plus ChatGPT may retain prompts and use them to train OpenAI's models unless you disable training, and even then the provider retains data and can disclose it under legal process. Inputting privileged client material there arguably shares it with a third party that owes your client no duty of confidence. If you must use a general tool, strip identifying details first; for real client work, use an enterprise or purpose-built legal tool with a contractual confidentiality or zero-data-retention guarantee.

    What is the difference between consumer ChatGPT and a legal-grade AI tool for confidentiality?

    Consumer ChatGPT trains on your inputs by default and offers no contractual confidentiality, so client data flows to a third party with no duty to protect it. Legal-grade tools — enterprise tiers or purpose-built legal platforms — exclude inputs from training by default, attach contractual confidentiality, often run under zero-data-retention agreements, and keep an audit trail of what the AI did and what a human approved. The difference is whether you can give your client an honest confidentiality guarantee.

    Do lawyers have to verify ChatGPT's output before filing it?

    Yes, and this is the duty courts enforce hardest. The recurring lesson from AI sanctions cases is that the problem was never that the lawyer used AI — it was that the lawyer failed to verify the output, which courts treat as a breach of candor and of reasonable inquiry, not a technology glitch. Confirm every cited authority against a primary source before filing. The duty to verify is non-delegable and sits at signature, not just at drafting.

    Was kommt als Nächstes?

    HAQQ AI kostenlos testen

    Erleben Sie KI-gestützte juristische Recherche und Entwurf

    ROI berechnen

    Sehen Sie, wie viel Zeit und Geld HAQQ Ihrer Kanzlei spart

    380+ juristische Prompts durchsuchen

    Sofort einsatzbereite Prompts für jede juristische Aufgabe

    Zurück zum Blog

    Vorheriger Artikel

    Governance by Construction: KI-Guardrails ohne Schlupfloch

    Nächster Artikel

    KI-Halluzinationsfälle: Der Sanktions-Tracker mit 1,598 Fällen

    Setzen Sie das ein

    Stellen Sie HAQQ die Frage, die dieser Artikel bei Ihnen aufgeworfen hat.

    HAQQ across all devices
    HAQQ Legal AI Platform Logo

    Ihr juristischer KI-Zwilling und Kanzleimanagement-System für Entwurf, Abrechnung und Gewinnen.

    Download on theApp StoreGet it onGoogle Play

    Dokumentationen

    • Docs wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Erste Schritte wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Newsroom wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Produkt-Updates wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Status wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Sicherheit
    • FAQ wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Community wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Support wird in einem neuen Tab geöffnet

    Academy

    • Partner wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Kurs wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Rechtsnews wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Skills wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Klauseln wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Prompt-Bibliothek wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Tools wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Research Hub wird in einem neuen Tab geöffnet
    • Dokumente wird in einem neuen Tab geöffnet

    Website

    • eFirm
    • Juristischer KI-Chat
    • Mobile App
    • Justinian KI-Engine
    • HAQQ eBar
    • HAQQ eWallet
    • Preise
    • Vergleichen Sie uns
    • Lösungen
    • Blog
    • Team kennenlernen
    • Mach mit wird in einem neuen Tab geöffnet
    App öffnen
    • Sprachenar en fr es it de pt
    • Kontaktinfo@haqq.ai
    • Statusbetriebsbereit·fundiert
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzrichtlinie
    • Cookie-Richtlinie
    • Datenverarbeitung
    • humans.txt wird in einem neuen Tab geöffnetlawyers.txt wird in einem neuen Tab geöffnetsecurity.txt wird in einem neuen Tab geöffnet
    © 2026 HAQQ Inc. Alle Rechte vorbehalten.Produkt intern von HAQQ entwickelt. Website mit modernen Web-Tools gebaut.